Freunde

Die Ziele unserer Vereinsarbeit 

1. Früher war alles ganz anders!

Mit der Gründung des Reipischer Heimatvereins beabsichtigten wir in erster Linie, die zwischenmenschlichen Beziehungen in unserer kleinen dörflichen Gemeinschaft zu erhalten.

Seit der politischen Wende im Jahr 1989 hörte man immer wieder davon, wie das gesellschaftliche Zusammenleben der Menschen, nicht nur in den Großstädten, mehr und mehr in Mitleidenschaft gezogen wurde und zunehmend erkaltete.

Das berühmte "Bierchen am Gartenzaun", das "Schwätzchen beim Einkaufen" oder die spontane Grillparty sind heute vielerorts schon nicht mehr vorstellbar, weil durch die Verteilung der Arbeitsstellen über Landes- und Bundesgrenzen hinaus der nachbarschaftliche Kontakt schon allein zeitlich stark beschränkt ist.

2. Einer muß den Anfang machen.

Mit der Durchführung unseres ersten Heimatfestes und unserer ersten Kirmes wurde erreicht, dass sich anfangs erst einige und später immer mehr Einwohner in die Organisation und Vorbereitung unserer Feste einbrachten und sich im nachhinein aus Spaß und Freude am Gelingen ihrer Aktivitäten als Mitglied in den noch sehr jungen Verein aufnehmen ließen.

3. Wer feiern kann muß auch arbeiten können.

Das Feiern an sich sollte jedoch nicht lange alleinige Herausforderung für unsere Mitglieder bleiben.

Mit der Aufnahme unserer Gemeinde in das Dorferneuerungsprogramm im Jahre 1997 beteiligten wir uns aktiv an der Umsetzung der im Ortsteil Reipisch geplanten Bauvorhaben.

So konnte z. Bsp. durch einen beachtlichen Eigenleistungsanteil unserer Mitglieder und durch das gezielte Ansprechen von Sponsoren und Einwohnern der Umfang der Sanierung des ehemaligen "Dorfkonsums" (Altes Backhaus) wesentlich erweitert werden.

Das so neu entstandene "Vereins- und Bürgerhaus" steht heute allen Einwohnern und Vereinen mit seiner modernen Einrichtung für die unterschiedlichsten Anlässe zur Verfügung.

Die Gestaltung des zum Vereins- und Bürgerhaus gehörenden Vorplatzes wurde in einer Initiative des Heimatvereins und mit tatkräftiger Unterstützung der Fa. Steffen Ader aus Geusa  durchgeführt. Sie trug ebenfalls  zur Verschönerung des Ortsbildes bei.

Desweiteren ist die Instandsetzung des Brunnens eine wesentliche Erleichterung für die Besucher des Friedhofes

4. "Die Eingangstür ist das Gesicht eines Hauses".

Sowohl die Errichtung des Begrüßungsschildes am Ortseingang von Reipisch als auch die Umsetzung der Plastik "Ziegenreiterin" von Braunsbedra nach Reipisch zeigen, dass unter Einbeziehung jedes Einzelnen, mit relativ geringem Aufwand, auch größere Vorhaben kostengünstig zu bewältigen sind.

5. Ein "bißchen schwanger" geht eben nicht!

Eine weitere Herausforderung ergab sich im Jahr 1998 als sich die Sanierung des Daches unserer Dorfkirche, die seit der Mitte des 14. Jahrhunderts den Mittelpunkt unseres Ortes bildet, zwingend erforderlich machte.

Wir Mitglieder erklärten uns bereit, bei der Beschaffung der notwendigen Gelder

"so weit als möglich"  behilflich zu sein.

Leider scheiterte die geplante Dachsanierung am notwendigen Eigenkapital der evangelischen Kirche, so dass die in Aussicht gestellten Fördergelder zurückgezogen wurden.

Dies führte wiederum dazu, dass man in Erwägung zog, das Dach der Kirche nach innen einstürzen zu lassen und sie somit kurzer Hand zur Ruine zu machen.

Der in den folgenden Jahren immer weiter voranschreitende Verfall unserer Kirche, der obendrein ständig das Geld verschlang, welches als Eigenkapital für eine Sanierung nicht zur Verfügung stand, bewegte uns als Heimatverein letztendlich zum Umdenken.

Wir waren uns einig darüber, dass eine weitere Ruine im Ortskern unsere Bemühungen um ein ansehnliches Wohn- und Lebensumfeld zunichte macht und die vorangegangenen Investitionen des Dorferneuerungsprogrammes negativ beeinflußt.

Ein "bisschen schwanger" geht eben nicht und so wurde beschlossen, das Projekt

 

"Rettung der Dorfkirche Reipisch"

 

in eigene Verantwortung zu nehmen, erneut Fördermittel zu beantragen und, soweit möglich, ein Nutzungskonzept zu erarbeiten.

6. (Kl) - einigkeit macht stark !

Mit unserem mittlerweile traditionellen Weihnachtssingen und den damit verbundenen Spenden ist der erste Schritt für eine über den normalen Kirchenbetrieb hinausgehende Nutzung unserer Kirche gemacht. Weitere Veranstaltungen sind für dieses Jahr fest eingeplant.

Durch diese und ähnliche Aktivitäten (nicht zu vergessen das "Basteln von Weihnachtsbaumschmuck" durch unsere Kinder)  kommen zwar kleine aber dennoch sehr dringend benötigte Geldbeträge zusammen.

Abschließend sei an dieser Stelle erwähnt, dass die Aktivitäten unseres Heimatvereins zur Sicherung der Historie unserer Gemeinde und unseres Umlandes nicht nur bei den Einwohnern von Reipisch auf positive Resonanz stießen.

Als Konsequenz daraus kandidierte unser Heimatverein in einer Wählergemeinschaft mit den

"Friesen Frankleben" im Jahr 2004 bei der Kommunalwahl und zog mit 2 Vereinsmitgliedern in den Ortschaftsrat Franklebens und mit einem Mitglied in den Stadtrat von Braunsbedra ein.

Dies bestärkt uns unter anderem bei der Verfolgung unseres Zieles, in unserer Gemeinde und hier vor allem bei unserer Jugend ein positives Heimat- und Geschichtsverständnis zu entwickeln.

Thomas Rühlemann

 
 
Newsticker
Reipischer Heimatverein e. V. - 06259 Braunsbedra - OT Frankleben Reipisch Nr. 37